Am 20. September 2022 hat in Heilbronn der zweite Metropolkongress der Europäischen Metropolregion Stuttgart stattgefunden.
Über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der gesamten Metropolregion Stuttgart haben sich dort über die wirtschaftliche Transformation und die damit einhergehenden tiefgreifenden, dynamischen Entwicklungen und Herausforderungen für die Region ausgetauscht. Vertieft betrachtet wurden die Themen H2-Ökosystem, Wirtschaftsverkehr, Künstliche Intelligenz, wirtschaftliche Identität und Räumliche Planung. Diese Themen waren im Vorfeld des Kongresses von Arbeitsgruppen vorbereitet worden.
Die Metropolkongresse richten sich vor allem an Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden, Städten, Kreisen und regionalen Gremien, aber auch an Vertreterinnen und Vertretern des Landes, von Verbänden, Kammern und anderen Institutionen. Die Kongresse sollen Gelegenheit geben, sich untereinander zu vernetzen und gemeinsame Lösungsansätze für die Europäische Metropolregion Stuttgart zu erarbeiten.
Vertiefte Informationen zum Kongress finden Sie im DropDownMenü oben sowie auf dieser Seite unten.
Arbeitsgruppen
Das beim Metropolkongress im Mittelpunkt stehende Thema der Transformation der Wirtschaft wurde in sechs vorbereitenden Arbeitsgruppen mit etwa 120 TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, strukturiert und vertieft.
Die Arbeit in den Arbeitsgruppen startete mit einem gemeinsamen Kickoff am 8. November 2021 in der Reblandhalle in Neckarwestheim. Bei mehreren weiteren Treffen und in hybriden Formaten konkretisierten die Arbeitsgruppen ihre Themen, Fragestellungen und Ideen und starteten gemeinsame Projekte. Beim Metropolkongress stellten die Arbeitsgruppen ihre Arbeit vor. Einige Arbeitsgruppen führen die gemeinsame Arbeit auch nach dem Kongress fort.
Vertiefte Informationen zu den einzelnen Arbeitsgruppen (AG-Leiter, Protokolle, Filme, Thesen- und Projektpapiere) erhalten Sie durch Klick auf das entsprechende Logo.
AG Transformation
AG Wirtschaftsverkehr
AG Künstliche Intelligenz
AG H2-Ökosystem
AG Räumliche Planung
AG Identität
Studie zur Identität der EMRS
Im Mittelpunkt des Kongresses stand die Transformation der EMRS als Wirtschaftsraum.
Doch wofür steht die EMRS als Wirtschaftsraum eigentlich? Was sind identitätsstiftende Merkmale der EMRS als Wirtschaftsraum und gemeinsame Leitbranchen und Kompetenzfelder?
Was sind aktuelle Stärken, Schwächen und wo liegen künftige Chancen und Herausforderungen dieser Region?
Welche Zukunftsbilder und möglichen Entwicklungswege gibt es und welche Handlungsansätze bieten sich für die zukunftsweisende Entwicklung dieser Region an?
Mit diesen Fragen befasst sich die Studie zur Identität der EMRS als Wirtschaftsraum, die die PROGNOS AG für die EMRS erstellt hat und die am 20. September 2022 beim Metropolkongress in Heilbronn veröffentlicht und vorgestellt wurde.
Weitere Informationen finden Sie mit Klick auf das Cover der Studie.
Organisation
Die Vorbereitung des Kongresses der Europäischen Metropolregion Stuttgart erfolgte federführend durch den gastgebenden Regionalverband Heilbronn-Franken gemeinsam mit der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart. Finanziert wurde der Kongress gemeinsam durch alle fünf Regionalverbände der EMRS – die Regionen Stuttgart, Heilbronn-Franken, Ostwürttemberg, Neckar-Alb sowie Nordschwarzwald.
Die Europäische Metropolregion Stuttgart
Die Regionen Heilbronn-Franken, Neckar-Alb, Nordschwarzwald, Ostwürttemberg sowie Stuttgart bilden gemeinsam die Europäische Metropolregion Stuttgart (EMRS). Hier leben auf rund 43 Prozent der Fläche Baden-Württembergs etwa 49 Prozent der Einwohner, arbeiten 50 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und erzeugen 52 Prozent der Wirtschaftskraft des Landes (gemessen am BIP). Gemeinsame Projekte innerhalb der Metropolregion wie die Metropolkongresse sollen die innerregionale Zusammenarbeit und die Position und Sichtbarkeit der EMRS im Wettbewerb der Regionen stärken. Mehr Informationen zum Metropolkongress 2019 und zur EMRS.
Kurzfilm zum Metropolkongress
Grussworte, Impulsvorträge und Podiumsdiskussion
Fritz Kuhn
Oberbürgermeister
Landeshauptstadt Stuttgart
Winfried Hermann MdL
Minister für Verkehr
des Landes Baden-Württemberg
Thomas S. Bopp
Vorsitzender
des Verbands Region Stuttgart
Robert Follmer
Bereichsleiter Mobilitäts- und Regionalforschung
infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH
Eugen Höschele
Vorsitzender
Regionalverband Neckar-Alb
Jürgen Kurz
Vorsitzender
Regionalverband Nordschwarzwald
Landrat Klaus Pavel
Mitglied der Verbandsversammlung
Regionalverband Ostwürttemberg
Joachim Scholz OB a.D.
Vorsitzender
Regionalverband Heilbronn-Franken
Podiumsdiskussion
Anforderungen an Logistik und Mobilität der Zukunft
Die Digitalisierung ändert Wirtschaft und Industrie bereits heute. Durch Industrie 4.0 und Bedarf für Just-in-Time-Lieferungen entstehen neue Anforderungen an Logistik und Mobilität in den Stadtzentren und in den Regionen. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Mobilität in der Europäischen Metropolregion Stuttgart? Wie reagieren Unternehmen auf den Wandel?
Johannes Schmalzl
Hauptgeschäftsführer
Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart
Prof. Dr. Tobias Bernecker
Verkehrswirtschaft, Verkehrspolitik
Hochschule Heilbronn
Claus Bürkle
Geschäftsführer
Drees & Sommer
Amadeus Kurz
Division Manager Central Services
Hermes Germany GmbH
Podiumsdiskussion
Möglichkeiten und Herausforderungen von Metropolregionen
Die Gestaltung von nachhaltiger Mobilität ist eine der zentralsten Herausforderungen für Metropolregionen in Deutschland und in Europa. Zusammenarbeit zwischen Akteuren ist gefragt, so dass die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen sowie der Transport von Waren umweltverträglich gewährleistet werden können. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und weiteren Akteuren in einer Metropolregion gestärkt werden? Welche Best-Practice-Ansätze gibt es?
Barbara Bosch
Oberbürgermeisterin
Stadt Reutlingen
Film
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Peter Lindlahr
Geschäftsführer
hySOLUTIONS GmbH Hamburg
Klaus Pavel
Landrat
Ostalbkreis










Die Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart – Nürnberg ist ein Zusammenschluss aller kommunalen Körperschaften (Städte und Gemeinden mit IC-Anschluss, Landkreise, Regionen) sowie die Industrie- und Handelskammern (IHK) entlang des Schienenkorridors.
Carsharing ist ein zunehmender Trend, der es Kunden ermöglicht, ohne eigenes Fahrzeug flexibel unterwegs zu sein, ohne auf den Komfort verzichten zu müssen. Im Landkreis Calw wird Carsharing mit Elektromobilität verknüpft. Das Unternehmen deer GmbH fördert dort das E-Carsharing im ländlichen Raum und baut eine entsprechende Infrastruktur für die Region Nordschwarzwald auf.
Um einen Beitrag zur E-Mobilität in der Region zu leisten, der Regionalverband Nordschwarzwald auf seiner Webseite Informationen zu Stromtankstellen für E-Autos und E-Bikes in Nordschwarzwald. Um die Region als wachsenden Wirtschaftsstandort zu fördern, benötigt es ein großes Angebot an Mobilität. Zusammengeführte Informationen über die Standorte der Stromtankstellen unterstützen die Zunahme der E-Fahrzeuge. Der direkte Zugriff auf eine Liste erleichtert den Nutzern die Suche und fördert die Anschaffung von E-Fahrzeugen. Dadurch möchte der Regionalverband einen ökologischen Beitrag leisten und das Klima, durch die damit verbundene Reduzierung von CO2-Ausstößen, schützen.
Der Verband Region Stuttgart treibt die Entwicklung von Mobilitätspunkten voran: Das sind zentrale Umstiegspunkte mit besonderen Angebotsstandards, die regionsweit einheitlich sind. So wird das Mobilitätsangebot verbessert, ohne neue Verkehrswege zu bauen. An regionalen Mobilitätspunkten soll man künftig nicht nur in Züge, S-Bahnen oder Busse steigen können, sondern weitere Dienstleistungen und Informationen rund um die Mobilität erhalten. So gehören Taxi- und Carsharingplätze zur notwendigen Ausstattung der Mobilitätspunkte, um das Angebot des ÖPNV zu ergänzen. Besonders interessant sind diese Angebote, wenn man beispielsweise in Tagesrandzeiten ankommt oder das Ziel nicht an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs angebunden ist. Kurzzeitstellplätze aber auch Mobilitätsberatung oder Lademöglichkeiten für Elektroautos oder Pedelecs sowie mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Serviceangeboten für Wartung und Reparatur und runden das intermodale Mobilitätsangebot ab. Alle Elemente sollen dazu animieren, emissionsfrei zum Bahnhof zu kommen, ohne viel Platz auf der Straße und dem Parkplatz in Anspruch zu nehmen.
Das Projekt CeM – Connected Campus with emission-free Mobility der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart hat zum Ziel, ein multimodales Mobilitätskonzept für den Neubau der Fakultät Technik zu entwickeln.
Das fiftyFifty-Taxi bietet eine gute Alternative im ländlichen Raum für Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren. Im Ostalbkreis macht die Einführung eines Nachtbusses aufgrund der Struktur des Landkreises keinen Sinn. Daher werden die Jugendlichen am Wochenende nachts mit dem Taxi sicher vor die Haustür gebracht und bezahlen nur die Hälfte. Unternehmen, Vereine und Kreis finanzieren die andere Hälfte des Taxis und die Taxiunternehmen geben 10% Rabatt. Das fiftyFifty-Taxi fährt unbegrenzt innerhalb des ganzen Ostalbkreises und ermöglicht es Jugendlichen auch im ländlichen Raum, in welchem der ÖPNV zumeist sehr gering ausgebaut ist, am Wochenende auszugehen. Bereits seit 15 Jahren fährt es durch die Region und gilt damit als sehr gut integriert und angenommen.
Die ehemalige Strecke der Württembergischen Schwarzwaldbahn wird wiederbelebt. Somit wird der mittlere Bereich der Region Nordschwarzwald besser mit dem Wirtschaftsraum Sindelfingen/Böblingen und der Landeshauptstadt Stuttgart verbunden. Bald sollen Fahrgäste von Calw über Weil der Stadt und Renningen in rund 42 Minuten nach Sindelfingen/Böblingen sowie in rund 60 Minuten in die Landeshauptstadt gelangen.
Immer mehr Menschen bestellen online Waren aller Art und wollen sich dabei taggleich beliefern lassen. Sie haben aber den Wunsch, dass die Wertschöpfung und Lieferung über regional und lokal ansässigen Anbieter erfolgen soll, die ökologisch und sozial verantwortlich handeln. Denn wer heute bei den Global Playern online einkauft, wird zwar bequem bedient – aber Firmen wie zum Beispiel Amazon oder Ebay vermeiden möglichst Steueraufkommen im Bestellerland, benötigen aufwendige Logistikketten und Großlager plus sehr viel Verpackungen für den sicheren Transport.

Das Projekt KOMOBIL2035 untersucht, wie Mobilität auch in Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger gesichert werden kann. Im Fokus von KOMOBIL2035 steht das ehrenamtliche Engagement. Ziel ist es hier, ehrenamtliches Engagement für Mobilitätsangebote auszubauen, um allen Bürgern gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum sicherzustellen.
Öffentlicher Nahverkehr im ländlichen Raum ist abseits der größeren Achsen häufig schwer umzusetzen oder zu finanzieren. Dabei sind auch in kleinen Gemeinden Alternativen zum eigenen PKW gefragt. Eine solche Alternative können sogenannte Bürgerbusse darstellen. Von diesen gibt es im Land Baden-Württemberg
Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) und seine Verkehrsunternehmen treiben die







